Reliquienkasten der Heiligen Cordula

Gipsformerei, Staatliche Museen zu Berlin, Fotograf unbekannt
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Oberfläche:

  • R-06201
„Eins der merkwürdigsten Objecte der archaischen Kunst unseres Nordens“ – so nannte der berühmte... mehr
Objektinformationen „Reliquienkasten der Heiligen Cordula“
„Eins der merkwürdigsten Objecte der archaischen Kunst unseres Nordens“ – so nannte der berühmte Arzt und Museumsgründer Rudolf Virchow einst voller Erfurcht den hochmittelalterlichen Reliquienkasten aus dem Domschatz von Cammin in Pommern. Der originale Kasten wurde jedoch 1945 zerstört und ist nur durch unsere Abformung überliefert. Er war zusammengefügt aus einzelnen Platten, die mit vergoldeten Bronzeeinfassungen verbunden waren. Die Platten waren aus den Knochen eines Tieres gefertigt und reich mit geschnitzten Ornamenten im wikingerzeitlichen „Mammenstil“ versehen – zwischen verschlungenen Bändern sind Säugetiere, Vögel und menschliche Fratzen dargestellt.

Replik

Material: Gipsabguss
Sammlungsgebiet: Byzanz und Renaissance
Objektart: Plastik
Maße: Höhe x Breite x Tiefe: 28 x 62 x 37 cm
Formerwerb: 1908

Original

Material: Mammutzahn oder Elchschaufel
Künstler: Unbekannter Künstler
Epoche: ca. 1100
Herkunft: Skandinavien
Standort: Cammin (heute Polen, Kamien Pomorski), Domschatz (verschollen)

Hinweise zu den Angaben


Historische Form

Die Gipsstückform ist die traditionelle Abformtechnik des 19. Jahrhunderts. Dieses handwerkliche Wissen wird in der Gipsformerei gepflegt und weitergegeben. Sie bewahrt tausende, teils fast 200 Jahre alte Gipsstückformen auf und verwendet sie für die entsprechenden Abgüsse.

Größen


Die Größenangaben beziehen sich in der Regel auf das Kunstwerk ohne Sockel. Bitte fordern Sie zum Abgleich bei Ihrer Anfrage explizit eine Nachmessung an.

Abbildungen

Für einige Objekte können nur Abbildungen des jeweiligen Original-Kunstwerkes gezeigt werden. Bitte beachten Sie, dass diese teilweise vom Erhaltungszustand der Repliken abweichen können. Viele Abformungen sind besser erhalten als die Originale.

Bemalung

Die Bezeichnung „weiß“ bezieht sich auf Gips mit einer weißen Pigmentschicht. Bemalte Repliken bilden das Material und die Farbigkeit des Originals ab. Unsere Maler bemühen sich, ein Höchstmaß an Übereinstimmung mit den Kunstwerken zu gewährleisten. Leichte Unterschiede zu den fotografischen Abbildungen sind nicht zu vermeiden. Inzwischen eingetretene farbliche und formbezogene Veränderungen an den Originalen (etwa durch Restaurierung oder Ergänzung) können nicht immer berücksichtigt werden.

Material


Die Gipsabgüsse sind nicht zur Aufstellung im Außenbereich oder in Räumen mit erhöhter Luftfeuchtigkeit geeignet. Als Alternative für den Außenbereich empfehlen wir Ihnen das bedingt wetterfeste Material „Polymergips“, über das wir Sie gerne beraten können.

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