Sumerischer Priesterfürst

Gipsformerei, Staatliche Museen zu Berlin
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Oberfläche:

  • R-00053
Der ausdrucksvolle Kopf mit großen Augen und scharf gezogenen Lippen stellt vermutlich Gudea dar,... mehr
Objektinformationen „Sumerischer Priesterfürst“
Der ausdrucksvolle Kopf mit großen Augen und scharf gezogenen Lippen stellt vermutlich Gudea dar, ein Fürst, der über 2000 Jahre vor Christi Geburt den kleinen, florierenden Stadtstaat Lagasch im heutigen Irak regierte. Zahlreiche Porträtköpfe des mesopotamischen Herrschers sind bis heute überliefert, die meisten davon im Louvre in Paris. Dieses Stück stammt jedoch aus dem Vorderasiatischen Museum auf der Berliner Museumsinsel und ist im Original aus weißem Kalkstein gearbeitet, der sich in Gips hervorragend nachahmen lässt. Der kahle Kopf könnte der Mode der Zeit entsprochen haben, vielleicht aber auch darauf deuten, dass er sich hier als oberster Priester seines kleinen Reiches darstellen ließ.

Replik

Material: Gipsabguss
Sammlungsgebiet: Vorderasien
Objektart: Kopf
Maße: Höhe: 13 cm
Historische Form
Formerwerb: 1906

Original

Material: Kalkstein
Künstler: Unbekannter Künstler
Epoche: um 2000 v. Chr.
Herkunft: Süd-Mesopotamien, Lagasch-Girsu, neusumerisch (modern: Tell el-Hiba, Irak)
Fundort: Unbekannt
Standort: Vorderasiatisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin
Inventar-Nr.: VA 02910

Hinweise zu den Angaben

Historische Form

Die Gipsstückform ist die traditionelle Abformtechnik des 19. Jahrhunderts. Dieses handwerkliche Wissen wird in der Gipsformerei gepflegt und weitergegeben. Sie bewahrt tausende, teils fast 200 Jahre alte Gipsstückformen auf und verwendet sie für die entsprechenden Abgüsse.

Größen

Die Größenangaben beziehen sich in der Regel auf das Kunstwerk ohne Sockel. Bitte fordern Sie zum Abgleich bei Ihrer Anfrage explizit eine Nachmessung an.

Abbildungen

Für einige Objekte können nur Abbildungen des jeweiligen Original-Kunstwerkes gezeigt werden. Bitte beachten Sie, dass diese teilweise vom Erhaltungszustand der Repliken abweichen können. Viele Abformungen sind besser erhalten als die Originale.

Bemalung

Die Bezeichnung „weiß“ bezieht sich auf Gips mit einer weißen Pigmentschicht. Bemalte Repliken bilden das Material und die Farbigkeit des Originals ab. Unsere Maler bemühen sich, ein Höchstmaß an Übereinstimmung mit den Kunstwerken zu gewährleisten. Leichte Unterschiede zu den fotografischen Abbildungen sind nicht zu vermeiden. Inzwischen eingetretene farbliche und formbezogene Veränderungen an den Originalen (etwa durch Restaurierung oder Ergänzung) können nicht immer berücksichtigt werden.

Material

Die Gipsabgüsse sind nicht zur Aufstellung im Außenbereich oder in Räumen mit erhöhter Luftfeuchtigkeit geeignet. Als Alternative für den Außenbereich empfehlen wir Ihnen das bedingt wetterfeste Material „Polymergips“, über das wir Sie gerne beraten können.

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